Montag, 2. November 2009

Buchtipp




Dieses Buch habe ich vor ein paar Jahren gelesen. Die Erzählweise und die Schilderungen haben mich sehr berührt. Es handelt von einer Frau die einen Wochenendurlaub in einer Hütte im Wald mit Freunden macht. Ihre Bekannten wollen ins Dorf  etwas besorgen, kommen nie mehr zurück. Außer der Hund. Mit dem geht sie auf die Suche und stößt an eine unsichtbare Wand: Und sie merkt dahinter ist alles Leben "eingefroren"  Somit ist sie ab jetzt auf sich alleingestellt und versucht zu überleben. Einige Tiere leisten ihr anfangs noch Gesellschaft........Die Mischung zwischen Fiction und mein "Leben als Selbstversorger" ist in diesem Buch bestens gelungen.
 
Normalerweise lese ich Bücher immer wieder, aber bei diesem hier "traue" ich mich im Moment nicht. Zu sehr muß ich an dieses, na wie soll ich sagen -  eigenartige?  Gefühl beim letzten Lesen denken....

Kommentare:

  1. Oh, ich liebe dieses Buch auch - und komischerweise geht es mir wie Dir (wie mir gerade aufgefallen ist) - ich scheue mich manchmal, es zur Hand zu nehmen und aufzuschlagen.

    Es ist für mich in weiten Teilen ein trauriges Buch. Die weisse Katze (Perle?), die stirbt, und auch die anderen Verluste und Probleme.
    Die Einsamkeit in der Berghütte. Die "Unwirklichkeit" der Tage in der Almhütte mit den Kühen.

    Ich sehe sie immer vor mir, wie sie bei Kerzenlicht am Tisch sitzt und in ihren Bauernkalender schreibt und dabei überlegt, wie sie eine Tür in die Hüttenwand brechen kann, um den Stall für die Kuh im Haus zu haben.

    LG Bettina

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  2. Ja, genau.... das mit den Tieren glaub ich geht mir so ans Herz....
    Ach stimmt, die Berghütte, an die hab ich ja gar nicht mehr gedacht.... vielleicht versuche ich es doch noch mal zu lesen. ich habe auch andere bücher von Haushofer gelesen und viele haben diesen ganz eingenartigen nachgeschmack hinterlassen...
    lg Annett

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  3. Ich habe das Buch vor Jahren gelesen - "eigenartig" ist für das verbleibende Gefühl zuwenig - ich habe den Eindruck, dass sie extrem schlechte, längst verdrängte Erfahrungen zu verarbeiten versuchte (sexueller Mißbrauch?). Jedenfalls ein Buch, das nur vordergründig etwas mit Selbstversorgung zu tun hat - für mich ist es der Traum von einer Flucht aus der menschlichen Gesellschaft (siehe auch "Großes Solo für Anton" von Herbert Rosendorfer).

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